Bonaire

22.03.2010 - 29.03.2010
Ben & Annemiek, SY Blauwe Pinquin.

Als erstes sieht man den Leuchtturm am Südende von Bonaire, danach einige Kites, dann, wenn man schon ganz nahe an der Insel ist, tauchen langsam Palmen und Häuser auf. Die Ähnlichkeit zur holländischen Küste ist (abgesehen von den Palmen und der wärmenden Sonne) nicht zu leugnen. So fühlen sich hier Holländer sehr wohl, wie man an der deutlich höheren Dichte von niederländischen Yachten erkennen kann.

Die Unterwasserwelt rund um Bonaire ist ein Naturschutzgebiet. Nach wenigen Metern flachen Sandes fällt der Meeresgrund steil ab und geht in ein Riff über. Ankern ist hier aus gutem Grund verboten, deswegen hängen wir uns vor der Hauptstadt Kralendijk an eine der für Besucher vorgesehene Bojen, wobei das Boot direkt über dem Riff hängt und ständig von vielen bunten Fischen umgeben ist.

Als wir nach dem Festmachen und Aufräumen des Bootes zum ersten Mal durchatmen bekommen wir Besuch von Annemiek und Ben, SY Blauwe Pinquin . Die beiden begrüßen uns mit Stadtplan und den wichtigsten Informationen. Beim gemeinsamen Sundowner am folgenden Abend erinnern wir uns, dass wir uns schon in Mindelo auf den Kapverden kurz gesehen haben. Leider braucht die Blauwe Pinquin eine kleine Reparatur, weswegen sie uns am nächsten Morgen verlässt und nach Curacao weitersegelt.

Tauchen

Wreck Dive @ Hilma Hooker. Deep Dive @ Front Porch.

Auf Bonaire kann man vor allem eines ausgezeichet tun, und das ist tauchen. Fast jeder der 60 Dive Spots ist mit Einstieg vom Ufer aus erreichbar, so dass Miettrucks voll mit Pressluftflaschen und Tauchtouristen kein seltener Anblick sind. Zur nicht einmal eine halbe Meile von Kralendijk entfernten Insel mit dem originellen Namen Klein Bonaire, wo weitere 26 Spots warten, flitzen mehrmals täglich die Boote der Dive Shops.

Wir suchen uns einen der zahlreichen Dive Shops aus - die Wahl fällt auf Wannadive - um unsere Kentnisse mit dem PADI Advanced Open Water Diver zu erweitern. Auf dem Plan stehen ein Navigation Dive (der wegen der Strömung eigentlich als Drift Dive gelten müsste), ein Drift Dive (der wegen fehlender Strömung als Boat Dive gilt), ein Wreck Dive (der, da das Wrack des Drogentransporters Hilma Hooker auf um die 30 m liegt, auch als Deep Dive gelten müsste), ein Deep Dive (der, da wir zu einem kleinen gesunkenen Schlepper tauchen, auch als Wreck Dive gelten müsste), und schließlich ein Night Dive.

Wartungsarbeiten am Boot - Opferanodentausch.

Zwischendurch verwenden wir die Tauchausrüstung, um Wartungsarbeiten am Schiff durchzuführen, wie die Opferanode am Propeller zu wechseln.

Ken & Brenda beim Sundowner.

Beim donnerstäglichen Barbecue von Wannadive lernen wir die beiden kanadischen Tauchurlauber Ken und Brenda kennen, und wir verabreden uns zu einem gemeinsamen Tauchausflug. Mit ihrem Pick-up fahren wir in den Norden der Insel. Den ersten Tauchplatz nennt sich Oil Slick Leap, da hier einmal das Ölterminal geplant war. Ein zweiter Tauchgang findet nördlich des tatsächlichen Platzes des Ölterminals statt, der Platz nennt sich Nukove. Der Rückweg führt durchs Naturschutzgebiet, vorbei am Gotomeer, einem relativ großen See, in denen Flamingos leben. Das ist aber auch der einzige schöne Fleck auf der Insel, sonst gibt es nur dürres Gestrüpp und ein großes Ölterminal an dem venezuelanisches Öl von kleinen, venezuelanischen Tankern in Speicher und dann in große Tanker umgepumpt wird.

Shopping

Kralendijk ist eine kleine, nette Stadt mit guten Einkaufsmöglichkeiten, viele Geschäfte sind aber auf die alle paar Tage aus ihren schwimmenden Ferienclubs freigelassenen Kreuzfahrer spezialisiert. Wir füllen unsere Lebensmitelvorräte auf und statten dem ortsansässigen Ship Chandler einen Besuch ab. Dieser hat leider nicht, was wir am dringendsten benötigen: Genuaschoten. Aber in Curacao soll es mehr geben.

Links

SY Blauwe Pinquin (Annemiek und Ben)

Kommentare [+]

unterwasser

Michael

Und habts euch schon eine eigene Taucherausrüstung gekauft jetzt wos mit dem Baby nichts wird?

lg
Michael

03.04.2010 10:33:16