Carriacou

25.02.2010 - 06.03.2010
Und kaum ist der Anker unten kommt schon das Begrüßungskomitee.

Ankunft

Kaum ist der Anker in Hillsborough Bay, Carriacou gefallen, rudert auch schon das Begrüßungskomitee mit Obst und Touristeninformationen heran - wir freuen uns Thomas mit seiner SY Frigga wiederzusehen, der extra wegen uns nach Carriacou gesegelt ist. Dank Kurzwelle und Pactor war die Terminvereinbahrung auch mitten auf dem Atlantik möglich. Nachdem wir sämtliche Amtswege abgeschlossen haben sind wir aufgrund der tropischen Hitze zu nichts anderem mehr fähig als Melone zu essen und mit Thomas Bier zu trinken.

Die ersten Eindrücke der Karibik sind gemischt, es gibt schöne, wie unglaublich klares, türkisblaues Wasser, oder Schildkröten, die neben unserem Boot bei der Anfahrt nach Carriacou auftauchen. Oder weniger schöne, wie zum Beispiel einen deutschen Charterskipper mit seinem Katamaran, der sich direkt über unseren Anker setzt und bei Kontaktaufnahme unsererseits erklärt, dass wir hier in der Karibik seien wo das so gemacht würde.

Sandy Island, Carriacou.

Voll die Karibik

Am nächsten Tag legen wir unseren Anker ein kleines Stück weiter vor Sandy Island. Das ist ein Miniparadies direkt vor Hillsborough, mit nichts weiter als einem Traumstrand, ein paar Büschen und Riffen rundherum. Leider entfernte Hurricane Ivan 2004 sämtliche Palmen, mit welchen die Insel sicher noch wesentlich traumsträndiger war. Wir gehen schnorcheln und fahren am späteren Nachmittag einmal um die Ecke in die Tyrell Bay, in der wir eine Woche bleiben. Die Bucht ist einer der geschütztesten Ankerplätze der Karibik, der Mangrovensumpf in ihrem Norden ist eines der sogenannten Hurricane Holes, wo man im Falle des Falles die Chance hat, sein Boot heil durch einen derartigen Sturm zu bringen. Der Tag endet mit - endlich - Rum Punch zu karibischen Klängen einer Steel Band im Lambi Queen.

Eine Inselrundfahrt am nächsten Tag mit dem Minibus-Fahrer Robert, der uns umfassende Informationen liefert, zeigt, dass die Insel stark unter Wassermangel leidet. Es ist zwar gerade Trockenzeit, aber anscheinend auch dafür viel zu trocken. Sämtliche landwirtschaftlichen Flächen liegen brach, mehrjährige Kulturen verdorren, alles ist braun.

Tauchgang bei Mabouya Island.

Abgetaucht

Um karibische Vielfalt zu erleben beschließen wir deshalb abzutauchen und besuchen einen Tauchkurs in einer der zwei ortsansässigen Tauchbasen, bei den beiden deutschen Auswanderern Conny und Georg von Arawak Divers . Da wir die einzigen Kursteilnehmer sind wird unser Kurs in Deutsch abgehalten und geht entspannt und flott voran, nach vier Tagen halten wir unsere Zertifikate in Händen und kennen bereits drei der schönsten Tauchplätze der Inseln. Nach zwei weiteren Tauchgängen finden wir in den Fisch- und sonstiges Bestimmungsbüchern bereits viele bekannte Gesichter, von kleinen Schnecken und Krebsen bis Ammenhaien und Stachelrochen.

SY Mollymawk und SY Cherub sind auch schon in Hillsborough eingetroffen.

Noch ein Wiedersehen

Schließlich trudeln auch die beiden Boote ein, die wir im letzten Hafen vor der Atlantiküberquerung getroffen hatten, SY Mollymawk und SY Cherub ein, worauf gleich das Dorf in Aufruhr gerät, da Paul (Cherub) hier sehr bekannt ist. Bei der Party auf der Mollymawk wird dann dem Rum (Jack Iron, 70 Vol.-%) fleißig zugesprochen. Leider ist auch unser Segelmacher Andy, der uns ein Sonnendach schneidert, dabei. Dieses wird daher erst am folgenden Abend durch seinen Angestellten fertiggestellt. Von Nick und Jill (Mollymawk), die, wie bereits einmal geschrieben, seit mehr als 20 Jahren segelnd leben, erhalten wir noch zahlreiche Anregungen, welche Plätze wir zwischen hier und Panama noch besuchen könnten.

Links

SY Frigga (Thomas)
Arawak Divers
SY Mollymawk (Nick, Jill, Caesar, Xoë, Roxanne, Poppy)
VenusKetch.com

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