Durch den Chenal Du Four nach Brest

06.09.2009 - 07.09.2009
Im Chenal Du Four

Am nächsten Tag ging es vor Sonnenanbruch und ohne Liegegeld bezahlt zu haben (wir haben es versucht, aber die faulen Hafenmeister sind zwischen Mitternacht und fünf Uhr nicht zu finden...) mit Ziel Brest weiter zum westlichsten Zipfel des französischen Festlands, wo wir, diesmal unter beinahe perfekter Ausnützung der Gezeitenströmung, den zwischen dem Festland und der Ile D'Ouessant gelegenen Chenal du Four durchquerten.

Der Chenal Du Four ist eine jener Engstellen, die man nicht zur falschen Zeit zu passieren probieren sollte, wenn einem etwa am südlichen Ende, wo es eng und seicht wird, 5 Knoten Strömung entgegen kommen. Wir gerieten dort, bei Schönwetter, nur kurz in turbulente Wellengebilde, die das Boot abstoppten, herumschaukelten und beinahe unkontrollierbar machten. Aber wenn das GPS anzeigt, dass einen die Strömung noch mit 4 Knoten in die richtige Richtung schiebt ist das halb so schlimm, irgendwann ist es ja aus...

Nach kurzem Segeln, dass endlich mal wieder richtig Spaß machte (Sonne, Dahinrasen mit Halbwind und Strom von hinten) liefen wir die neue Marina von Brest an.

Zum Leben ist Brest sicher toll: Die riesige Bucht lädt zum Jollensegeln ein, es gibt viele Parks mit viel Grün, vor feindlichen Agressoren ist man durch die geographischen Gegenebnheiten und den Marinestützpunkt bestens geschützt, aber außer dem großen Aquarium (Océanopolis) konnte uns dort nicht viel begeistern.

Kommentare [+]

Noch keine Kommentare.