Gran Canaria

05.12.2009 - 14.12.2009
Ankerplatz von Las Palmas / Gran Canaria.

Von Lanzarote ging es, Fuerteventura links liegen lassend, nach Las Palmas auf Gran Canaria (nicht mit der Insel La Palma oder Las Palmas auf Teneriffa zu verwechseln), wo wir zunächst ein paar Tage vor dem Yachthafen ankerten um unter anderem jene Stellen des Bootes zu lackieren, an denen beim Liegen im Hafen die Festmacherleinen scheuern. Einen Tag vor der geplanten Weiterfahrt wurde uns der Schwell am Ankerplatz dann aber doch zu viel - einzelne Wellen brachen sich bereits neben dem Boot - und wir verlegten uns in den Yachthafen, wo wir zunächst nur eine Nacht verbringen wollten. Doch bei dieser blieb es nicht.

Eine weitere Nacht blieben wir, da der Wind für die Überfahrt nach Teneriffa ungünstig war (und wir so auch noch schnell per Skype auf der Glögg-Party von Chris und Gudrun vorbeischauen konnten), und als wir dann am darauf folgenden Abend aufbrechen wollten überlegten wir es uns kurz vor dem Ablegen doch noch anders und beschlossen, erst einmal ein paar Liter Diesel aus der Bilge zu lenzen, diese zu reinigen und den spröden Tankschlauch zu erneuern, was zwei weitere Übernachtungen erforderte.

Hafen von Las Palmas

Yachthafen von Las Palmas / Gran Canaria.

Der Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria ist für viele Fahrtensegler der letzte oder zumindest der letzte längere Stopp vor dem Sprung über den Atlantik. Hier liegen Einhandsegler mit ihren kleinen Booten, wie z.B. Thomas' 27-Fuß Vega Frigga gegenüber von Megayachten, wie z.B. der 148-Fuß Wally Saudade , erledigen letzte Reparaturen und verproviantieren sich für die mehrwöchige Überfahrt. Die Marina ist nicht nur riesig, sondern auch eine der preiswertesten bisher (wir zahlten EUR 9,- / Nacht; vor Anker waren es circa EUR 2,- / Nacht). Schönheitsfehler sind die Autobahn gleich daneben und die langen Wege, bis man in der Stadt ist.

Zum ersten Mal auf unserer Reise lernten wir hier andere österreichische Segler kennen, Manfred und Marlies mit ihrer SY Pan Gea , die "die ersten 30 Jahre der Pension" darauf verbringen wollen.

Inselbesichtigung

Ausser am Boot zu basteln besichtigten wir natürlich auch, einen Tag gemeinsam mit Thomas von der SY Frigga ein wenig die Insel, was aber, wie wir feststellen mussten, ohne Mietwagen äußerst umständlich und teuer ist. Insbesonders spontan mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Inselinnere zu fahren ist beinahe unmöglich, erschwert zusätzlich dadurch, dass es nirgendwo Karten gibt, auf denen die Buslinien eingezeichnet sind. Wir vermuten, dass die Mietwagenmafia diesen Zustand fördert.

Dünenlandschaft.

Im Süden der Insel kamen wir an den entsetzlichen Tourismushochburgen Playa Ingles und Maspalomas vorbei - egal wie billig es wäre, dort würden wir sicher nie einen Urlaub verbringen. Zwischen diesen beiden Orten und dem Meer liegt eine ausgedehnte Dünenlandschaft, in der sich auf dem Gipfel jeder Düne ein nackter, dicker, alter Mann zur Schau stellte.

Puerto Mogan, auch Klein-Venedig genannt. Puerto Mogan.

Außerdem besuchten wir Puerto de Mogan, eine recht hübsche Marina, die hier auch als Klein-Venedig bezeichnet wird und abends Live-Jazz zu bieten hat. Der ideale Ort für das Sundownerbier ist an der Hafenmole mit toller Aussicht über Marina und Meer. Sein Boot dort an Land zu stellen erfordert allerdings starken Glauben in eine höhere Macht (z.B. Versicherungen), wenn man sich ansieht, wie die Boote dort abgestützt werden.

Kolumbushaus in Las Palmas / Gran Canaria.

Die Stadt Las Palmas ist relativ schnell besichtigt, die Altstadt an dem einen Ende hat u.a., wie fast jede Insel im Atlantik, ein Kolumbus-Haus, das in diesem Fall ein kleines Schiffahrts- und Kunstmuseum beherbergt und sich der Beziehung der Kanaren zu Amerika widmet. Am anderen Ende, unterhalb der Halbinsel La Isleta, liegt ein sehr ausgedehnter Strand mit zahlreichen Lokalen. Eines mit lokaler Küche zu finden war allerdings nicht so einfach, da vor allem Pizza und Kebap am Speiseplan stehen.

Weihnachspalmen in Las Palmas / Gran Canaria.

Man merkt, dass Weihnachten nicht mehr fern sein kann, denn die Palmen sind schon festlich illuminiert.

Aufbruch nach Teneriffa

Zwei Tage nach dem Diesel-Desaster haben wir es zu unserer Freude endlich geschafft Abends abzulegen, um Santa Cruz auf Teneriffa im Morgengrauen zu erreichen.

Links

SY Frigga (Thomas)
SY Pan Gea (Manfred und Marlies)
SY Saudade

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