Great Sandy Strait

27.11.2012 - 30.11.2012

Nach zwei Wochen und dem Austausch der defekten Batterien segeln wir weiter nach Süden. Der Weg führt durch die Great Sandy Strait, eine sehr, sehr seichte Wasserstraße zwischen Festland und Fraser Island. Wassertiefe und starke Strömung erfordern ein möglichst genaues Arbeiten mit der Tide, um nicht aufzusitzen oder mit Vollgas Rückwärts zu treiben. Das Wetter spielt mit und wir haben ein paar herrliche Tage.

Wanderung auf Fraser Island von Kingfisher Bay zum Lake McKenzie. Lake McKenzie, Fraser Island.

Das Wasser in der Straße ist trüb und dicht gepackt mit "Blue Blubber" Quallen, dafür nicht ganz so voll mit Hammer- und Weißen Haien wie im klareren Wasser außerhalb der Straße. Trotzdem gibt es Berichte von Haiangriffen, und vor Krokodilen wird auch gewarnt, also hüpfen wir lieber nicht ins Wasser. Von Kingfisher Bay unternehmen wir eine Wanderung durch trockene Eukalyptuswälder zum Lake McKenzie, einem Binnensee mit Sandstrand, in dem Baden (hoffentlich) ungefährlich ist. Dafür muss man an Land vor Dingos auf der Hut sein.

Die südliche Ausfahrt der Straße führt über die Wide Bay Bar, eine Sandbank mit äußerst schlechtem Ruf, die sich von Fraser Island 2 1/2 Meilen ins Meer erstreckt. Schon bei wenig Wind und Welle bauen sich hier gefährliche Brecher auf und regelmäßig gehen hier Schiffe verloren. Wir motoren zum perfekten Zeitpunkt der Tide bei fast glattem Wasser und strahlendem Sonnenschein drüber. Dann kommt leichter Wind auf, wir packen die Segel aus, und rasen, unterstützt von der nach Süden setzenden Strömung, Richtung Brisbane.

Ansteuerung von Scarborough.

Die nächtliche Einfahrt in die Moreton Bay wird wieder spannend, ein Zick-Zack um Sandbänke, mit drehendem Wind und Strom und der ständigen Hoffnung, dass einem in den engsten Passagen kein Frachtschiff begegnet. Schließlich erreichen wir kurz nach Sonnenaufgang unser Ziel, Scarborough Marina, etwa 15 Meilen nördlich vom Zentrum von Brisbanes gelegen.

Kommentare [+]

Noch keine Kommentare.