Hoch und trocken

13.09.2008 - 26.09.2008
Hoch und trocken

Bis Hamburg haben wir es doch nicht geschafft: Immer nur Wind aus der falschen Richtung, also Aufkreuzen. Was einen guten Teil der Zeit bei dem starken Strom im Ärmelkanal bedeutet, dass man nur noch versucht, keinen Raum zu verlieren: Eine Stunde fahren, Wende, eine Stunde fahren - schon ist man wieder genau dort, wo man zwei Stunden zuvor war. Und nachdem nach der ersten Nacht fast die komplette Mannschaft seekrank war legten wir in der darauffolgenden eine Pause in Sovereign Harbour, Eastbourne, UK, ein, was uns wieder zahlreiche Stunden kostete.

Als wir merkten, dass es viel langsamer als geplant voran ging, dann auch noch das Klo kaputt ging (die Pumpe pumpt nicht mehr und beim Abfluss-Seeventil tropft es herein) und ein Teil der Crew bald wieder Arbeiten gehen musste beschlossen wir auf Plan B zurückzugreifen, nach Holland zu fahren, und in der Marina Seaport, Ijmuiden, NL anzulegen, in der Hoffnung, dass sie einen Liegeplatz für den Winter für uns haben würden. Den sie auch hatten.

Leine in der Schraube

Beim Rausheben dann die Überraschung: Jetzt wissen wir, wo der abgerissene Teil der Genua-Reffleine nach dem lauten Knall vor dem Einlaufen in Eastbourne hingekommen ist - in den Propeller.

Das heißt die Strecke von Eastbourne bis Ijmuiden (das waren 131 Meilen unter Motor und ein paar Hafenmanöver) haben wir mit Leine in der Schraube geschafft.

Jetzt liegt Molimentum an Land, wartet auf die notwendigen Reparaturen, auf das Neulackieren des Unterwasserschiff, und auf den nächsten Frühling, wenn es wieder ab ins Wasser geht.

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