La Rochelle

18.09.2009 - 20.09.2009
Stadthafen von La Rochelle

"Wir sind derzeit für Gäste geschlossen" erklärte man uns in der riesigen (3.000 Plätze) Marina Port des Minimes, die etwas außerhalb von La Rochelle liegt. Wegen der Bootsmesse, die eine Woche dauert, gibt es 30 Tage lang keine Gästeplätze. Ob in der im Stadtzentrum gelegenen kleinen Marina Gästeplätze frei wären konnte man uns nicht sagen. Gnadenhalber durften wir eine Nacht bleiben, wegen der Tide hätten wir ohnehin noch einige Stunden lang nicht mehr auslaufen können.

Am nächsten Morgen probierten wir unser Glück im Stadtzentrum, fanden einen Platz, und wurden kurze Zeit später vom Hafenkapitän aufgeklärt, dass der Hafen wegen einer Regatta einen Monat lang für Gäste geschlossen ist. Allerdings zeigte er sich nach einiger Zeit deutlich hilfsbereiter als seine Kollegen von Port des Minimes und nach kurzem Verhandeln durften wir nun doch zwei weitere Nächte bleiben.

Wir stecken im Schlamm

Seitdem stecken wir zwei Mal täglich im Schlamm fest, da der Hafen nur eine Wassertiefe von 1 - 1.3 m bei LAT (Lowest Astronomical Tide) hat, aber außer, dass es bei Ebbe nicht mehr schaukelt, die Klotür wegen leichter Krängung nicht mehr offen bleibt, die WC-Spülung Schlamm ansaugt und das Radio keinen Empfang mehr hat, ist das halb so wild.

Zem

Wären wir auch aus dem Stadthafen verbannt worden hätten wir einiges verpasst: Das Festiv'art, ein Kunst- und Musikfestival mit über die Stadt verteilten, großteils öffentlichen Bühnen. Das Boot von Bernard Moitessier, Joshua, liegt im Hafen. Es war Tag der offenen Tür, d.h. freier Eintritt in den Befestigungstürmen und anderen kulturhistorisch relevanten Gebäuden der Stadt. Erstere haben wir besucht. Des weiteren haben wir endlich einmal den Markt gefunden, wenn er noch nicht vorbei war.

Auch die Boote der Clipper 09-10 Round The World Race sind eben in La Rochelle. Falls jemand Lust hat teilzunehmen ("Raced by people like you"), hier kann man sich bewerben. Probleme mit Liegeplätzen hat man dann sicher keine, da auch für diese Flotte ein ganzes Hafenbecken zur Verfügung gestellt wurde.

Die Oldtimer-Show und das Fernsehfestival waren uns dann eher doch egal.

Abgesehen davon könnten wir es noch länger in dieser lebendigen Stadt aushalten, besonders wenn es etwas weniger feucht wäre.

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