Las Perlas

23.12.2010 - 14.01.2011

Nur ein paar Stunden Fahrt nach Südosten, schon sind wir in den Las Perlas, einem Archipel in der Bucht von Panama. Was für ein Unterschied zu Panama City. Und auch zur Karibik:

Bis zu 6 Meter Tidenhub, dementsprechend starke Strömungen, harte Felsen statt weicher Korallenriffe (die man natürlich auch nicht rammen sollte). Palmen finden sich hier nur vereinzelt in der dichten Vegetation, die die Inseln undurchdringbar überwuchert.

Isla Contadora.

Wir ankern zunächst vor Contadora, einer Insel der Reichen und Schönen. Leider ist das Wasser, da die Regenzeit noch nicht lange vorbei ist, noch etwas trüb, und man sieht beim Schnorcheln nur wenige Meter. Da der Ankerplatz nicht sehr geschützt und schon bei leichtem Wind sehr wackelig ist, und weil kräftigerer Wind aus Norden angesagt ist, fahren wir weiter nach Ampon, einem rundum von Mangroven gut geschützten Schlammloch - auch bei viel Wind relativ ruhig, aber nichts zum Schnorcheln.

Arbeitslager

Isla Espiritu Santo. Arbeitslager auf Isla Espiritu Santo. Waschplatz auf Isla del Rey.

Einmal noch verlegen wir uns, auf einen Platz zwischen Isla del Rey, der größten Insel des Archipels, namens Isla Espiritu Santo. Sonne, wenig Wind, geschützt vor Wellen, Sandstrände bei Ebbe - das kommt unserer Vorstellung eines idealen Ankerplatzes nahe genug um das schwere Werkzeug auszupacken und Rost zu klopfen, Holz zu schleifen, und zu lackieren, was viele, viele Tage dauert. Wegen des Arbeitslärms haben wir keine Gewissensbisse, das Ufer ist unbesiedelt, und von den meisten anderen rund um uns liegenden Booten, zum großen Teil Metallboote mit Deutsch sprechender Crew, tönt ebenso welcher.

Zwischendurch ist Sylvester. Da der Strand gezeitenbedingt um Mitternacht versunken ist, wird die Party aufs Wasser, in die Beiboote verlegt. Die Dinghies werden zusammengebunden und in Position gebracht, da ein Cruiser ein Feuerwerk vorbereitet hat. Dieses ist dann für alle überraschend grandios und lang.

Weitere Tage des Werkens folgen, unterbrochen von kurzen Schnorchel-, Angel- und Flussausflügen. Es ließe sich hier noch länger aushalten, denn sogar eine Frischwasserquelle, die wir zum Wäschewaschen nutzen, ist nicht weit. Aber es geht wieder zurück nach Panama City, denn Besuch steht vor der Tür.

Wieder in Panama City

Wir fahren durchs enge Ankerfeld, um einen passenden Platz zu finden, doch plötzlich meint Sonja "Ich kann nicht rückwärts fahren." Verdammt. Und vorwärts geht auch nicht mehr. Der Anker fällt, wo wir gerade sind (zum Glück in gutem Abstand von allen anderen Booten), und wir stellen fest, dass der Seilzug fürs Getriebe gebrochen ist. Tja. Es gibt ja sonst nichts zu reparieren...

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