Noch immer im Ärmelkanal

27.08.2009 - 02.09.2009

Manchmal geht es sich dann doch nicht so aus wie geplant...

Le Havre bis Cherbourg

Da sich die Wetterprognose für den Tag nach dem letzten Blogeintrag kurzfristig wesentlich geändert, Windstärke 7 aus Westen vorausgesagt hatte und jene für den darauf folgenden Tag besser aussah, haben wir Le Havre erst einen Tag später als ursprünglich geplant verlassen. Eigentlich wollten wir um 02:00 UTC auslaufen, mussten dann aber noch über eine halbe Stunde warten, bis dies endlich gestattet wurde, da auch um diese Zeit reger Frachterverkehr herrscht.

Dann ließ auch noch unter Tags der Wind deutlich nach, und so kamen wir erst beim Kentern des Gezeitenstroms bis zur Einfahrt von Cherbourg. Fast. Der Wind frischte auf, Stärke 6, Böen bis 31 Knoten, immer stärker zunehmende Gegenströmung, und schon kreuzten wir stundenlang, bei Regen in stockfinsterer Nacht, auf und ab, die Einfahrt fast vor der Nase, ohne wirklich näher an unser Ziel zu gelangen. Gut, dass Gezeitenströme irgendwann wieder die Richtung wechseln, so konnten wir nach knapp 25 Stunden Fahrt (statt geplanter 20) um 03:40 UTC endlich im Hafen festmachen.

Cherbourg nach Trébeurden

Nach eineinhalb Ruhetagen, und da wir anscheinend mit Nachtfahrten und kräftigeren Winden schon zurechtkommen, liefen wir Nachmittags aus, um das Cap De La Hague zu runden, die Kanalinseln links liegen zu lassen, und im Laufe des nächsten Tags bei Tageslicht einen Hafen weiter im Westen anzulaufen. Doch da es - wieder einmal - langsamer als gehofft voranging, wir uns aber fit fühlten, beschlossen wir, den doch ganz passablen Wind zu nutzen und noch eine Nacht weiterzufahren. So kamen wir schließlich im Morgengrauen vor Trébeurden an, wo wir an einer Boje festmachten und warteten bis das Wasser stieg, die Hafenzufahrt nass genug wurde, das Hafentor herunterklappte und wir hineinfahren konnten.

Trébeurden

Endlich wird die Landschaft hügeliger, rauher und steiniger (rosa Granit ist die lokale Spezialität), die flachen Sandküsten von Holland und Belgien sind sehr schnell sehr langweilig geworden, und der Kondition ist dies bei Landausflügen auch wesentlich dienlicher. Mehrere von massiven Felsformationen vor Wellen, aber nicht vor kräftigen Winden geschützte Strände sind bei Surfern, Kitern und Jollenseglern, zumindest an sonnigen Tagen (von denen wir einen halben mitbekommen haben) sehr beliebt.

Und hier warten wir nun darauf, dass es einen Tag ohne Winde mit Stärke 8 aus Westen gibt. Wenn selbst die französischen und britischen Stegnachbarn nicht auslaufen, sollte man es sich als Österreicher wohl auch noch einmal überlegen.

Kommentare [+]

pics

Judith

schöööne fotos! lg judith & co

04.09.2009 18:50:00

schnelleres boot?

gg

vielleicht hilft euch ein schnelleres boot?
<http://www.youtube.com/watch?v=rRuLpZoTIoQ>

lg gg

07.09.2009 11:15:13