Panamas Südwesten

27.01.2011 - 12.02.2011

Las Perlas

Grillen auf Isla Canas, Las Perlas.

Wir wählen uns die Isla Caña als Ziel aus, hinter der wir wind-, aber leider nicht schwellgeschützt die nächsten zwei Tage liegen. Der starke Schwell vermiest uns das Schnorcheln, da man durch den aufgewirbelten Meeresgrund kaum etwas sieht. Dafür wird das Anlanden am langen, schönen Sandstrand, auf dem wir Grillen wollen, mit unserem kleinen Schlauchboot interessanter. Beinahe wären wir dabei trocken geblieben. Dank des wieder einmal grandiosen Sonnenunterganges mit darauf folgendem grandiosen Sternenhimmel wird der Abend doch noch ganz nett. Der mickrige Triggerfisch, die dubiosen panamenischen Würstel und das selbstverbrannte Brot können daran auch nichts ändern.

Isletas del Platanal, Las Perlas.

Als nächstes laufen wir die Isla Viveros an und verstecken uns dort vor kräftigem Nordwind. Kleine vorgelagerte Inseln beeindrucken uns mit ihrer Schönheit. Leider ist auch hier unter Wasser nichts zu sehen. Letzte Station auf den Las Perlas wird die Isla Pedro Gonzales, vor der wir nur kurz haltmachen, um uns im Dorf mit frischen Eiern und Obst zu versorgen. Einige Kinder lassen sich nicht davon abbringen, unsere Einkäufe zum Dinghy zu tragen, um sich Geld für Süßigkeiten zu verdienen.

Nationalpark Coiba

Schildkröte.

Von den Las Perlas zum Nationalpark Coiba sind es um die 200 Seemeilen, also werden wir ungefähr zwei Tage unterwegs sein. Es ist gut, dass am ersten Nachmittag kein Wind weht und wir motoren, da wir alle paar Minuten anhalten müssen, um im Wasser schwimmende Schildkröten zu fotografieren oder einen Wal zu beobachten. Später kommt dann kräftiger Wind auf, und es wird gesegelt, gerefft, ein wenig motort, gesegelt, gerefft, ausgerefft, motort, ..., bis wir die im Nationalpark Coiba gelegene Isla Jicaron erreichen.

Ankerbucht, Isla Jicaron. Vor Isla Jicaron, Coiba Nationalpark.

Dort wird geankert und die enorme, von Schwell aus Nordwest verursachte Brandung bewundert, die direkt hinter unserem Heck in die Bucht rollt. Da diese auch am nächsten Tag nicht abgenommen hat und wir unmöglich an Land können, versuchen wir unser Glück an der Südostecke der Insel. Wir finden einen traumhaften Strand, türkisblaues, kristallklares Wasser, in dem unzählige Delphine und Schildkröten schwimmen. Und enorme, durch Schwell aus Süden verursachte Brandung, die nicht nur das an Land gehen, sondern sogar das Ankern undenkbar machen. Mit schwerem Herzen, aber vielen Delphinen unter unserem Bug, geben wir auf und lassen dieses Naturparadies sich selbst überlassen.

Islas Secas

Isla Cavada, Islas Secas. Schnorcheln bei Isla Cavada, Islas Secas.

Um doch noch ein paar Fische zu sehen, ohne sie mit der Angel heraufkurbeln zu müssen, steuern wir nun die Islas Secas an, die angeblich von klarem Wasser umgeben sind. Das stimmt auch, diesmal ist am Ankerplatz einmal kaum Schwell zu spüren, und wir sind endlich zufriedene Schnorchler. Die rauhe, felsige Schönheit der Inseln über und unter Wasser begeistert uns, es gibt ständig etwas zu sehen. Selbst in der Nacht, als ein Schwarm Hornhechte durchdreht und unser Boot torpediert.

Boca Chica

Der Urlaub unseres Gastes ist fast vorbei, und wir wollen ihn irgendwo absetzen, von wo aus er seinen Flieger in Panama City erreichen kann. Also begeben wir uns auf den Weg nach Pedregal, dem Hafen von David, der zweitgrößten Stadt Panamas. Zwei Einfahrten in das Wirrwarr der Flüsse stehen zur Wahl: Eine mit einer Stromleitung, unter der wir bei Niedrigwasser vielleicht, mit 0,5 - 1 Meter Spielraum, durchpassen, die andere mit bei starkem Südschwell brechenden Wellen. Da wir auf See keinen Schwell beobachten wählen wir letztere. Zunächst sieht alles gut aus. Die Wirklichkeit scheint mit der Seekarte übereinzustimmen, Inseln sind dort, wo Inseln eingezeichnet sind, das Wasser wird dort seichter, wo es als seichter werdend eingezeichnet ist. Dann sollte es eigentlich wieder tiefer werden. Wird es aber nicht. Und plötzlich brechen vor uns die Wellen fast über den gesamten Horizont.

Also drehen wir um und ankern in der anderen Einfahrt, stromabwärts der Stromleitung, bei Boca Chica, denn dort gibt es Taxis, Busse oder Urlauber mit Mietwagen, die einen gerne nach David mitnehmen, von wo Busse nach Panama City fahren.

Nachdem unser Gast in Panama City abgegeben ist mieten wir noch ein Taxi mit großer Ladefläche für einen Tag, um alles zu erledigen, was vor dem Verlassen Panamas zu erledigen ist: Behördenbesuche (Hafenmeister und Migracion ("Der Beamte bei der Einreise hat einen Fehler gemacht, ihr Visum ist 1 Tag abgelaufen. Das macht dann 100 USD." )), ein letzter Großeinkauf, Auffüllen der Dieselkanister und Gasflaschen.

Wir lichten den Anker, machen noch einen kurzen Badestopp bei einer kleinen Insel, und dann geht es weiter ins nächste Land - Costa Rica.

Kommentare [+]

Traumhaft

Chrisu

Wow, das hört sich ja genial an!
Bekomme ich gleich Lust aufs Segeln!
Welche Wale ziehen dort vorbei?

15.03.2011 12:40:31