Sao Nicolau

26.01.2010 - 27.01.2010
Ribeira Grande, Sao Nicolau

Nicht immer ist es als Tourist leicht einen Aluguer zu seinem Wunschziel zu finden. Zwar warten in der Nähe des Hafens von Tarrafal zahlreiche auf Fahrgäste, doch beim Fragen, ob sie in die Inselhauptstadt Ribeira Brava fahren, meinen die ersten paar, wir sollten ein normales (zehnmal teureres) Taxi nehmen, einen Aluguer dorthin zu finden sei schwierig. Doch mit etwas Ausdauer gelangt man doch immer an einen willigen Fahrer, und sobald dieser dann mehrfach jede Straße des Dorfes durchfahren hat ist der Minibus auch schon mit Einheimischen Fahrgästen aufgefüllt, und es geht los.

An der asphaltierten Strasse zur Haupstadt kann man auch als Laie ein Problem der Insel leicht erkennen: Erosion. Von heftigen Regenfällen ist die Strasse an zahlreichen Stellen so stark unterspült worden, dass der Belag wegbricht und gerade noch eine Fahrbahn passierbar bleibt. Am schönen Panorama ändert das aber nichts. Ribeira Brava selbst ist weniger spektakulär und wir beenden unseren Rundgang bald um dann ebenso lange auf ein Aluguer zu warten.

Wanderung von Praia Branca nach Faja de Cima, Sao Nicolau Wanderung von Praia Branca nach Faja de Cima, Sao Nicolau Wanderung von Praia Branca nach Faja de Cima, Sao Nicolau

Am nächsten Tag finden wir gleich beim zweiten Versuch den richtigen Aluguer und fahren nach Praia Branca. Im Bus unterhalten wir uns mit einer einheimischen Lehrerin über die Musik, die Landschaft, ihre Verwandten in Afrika und Europa. Dass sie nur Portugiesisch, Französisch und Creolo (die (noch) inoffizielle zweite Hauptsprache der Kap Verden), wir nur Deutsch, Englisch und etwas Spanisch sprechen ist nicht so wichtig.

Von Praia Branca aus wandern wir einen alten, teilweise intakten, teilweise völlig zerstörten Verbindungsweg entlang. Nach einem steilen Aufstieg überqueren wir einen ersten Pass und Blicken ins Ribeira da Prata, steigen wieder etwas ab und erklimmen auf einen noch steileren Weg einen zweiten Pass, von welchem aus man in die fruchtbare Ebene Faja gelangt. Der Weg endet an der Hauptstraße, wo wir nur wenige Minuten auf einen Aluguer warten müssen, der uns zurück nach Tarrafal bringt.

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