Zurück nach Osten

08.07.2010 - 19.07.2010
Colon brennt.

Das Schiff ist bereit, die panamesischen Ausreiseformalitäten sind erledigt, und offiziell sind sind wir auf dem Weg nach Kolumbien. Aber so schnell wollen wir es erst mal nicht angehen lassen.

Portobello.

Gegen Mittag legen wir endlich ab und lassen das brennende Colon hinter uns, um am späten Nachmittag etwas über 20 Meilen weiter in Portobello gleich wieder vor Anker zu gehen und erst einmal nichts zu tun. Das tun wir gleich einmal zwei Tage und Nächte. Sogar das Dinghie aufzublasen und die angeblich vorhandenen Sehenswürdigkeiten (5 Festungen!) zu würdigen ersparen wir uns. Die erste Nacht ist wunderbar erholsam. Angenehmes Klima herrscht auch unter Deck, da sich das Schiff vor Anker, im Gegensatz zum Liegen am Steg, immer in die optimale Lüftungsposition ausrichtet und ständig eine leichte Brise durchs Schiff weht. Die zweite Nacht ist dann eher eine, um sich wieder an die See zu gewöhnen: Wind aus Westen bringt unangenehmen Schwell in die nach dorthin offene Bucht, das Schiff schaukelt und stampft wild herum.

Daher beschließen wir um die Ecke hinter die Insel Linton zu fahren, auch unter mäßigen Segelbedingungen keine 3 Stunden entfernt. Dort verbringen wir vier Nächte und gehen immerhin zwei Mal an Land. Die Küste wird Costa Arriba genannt und ist dank des feuchten Klimas mit üppiger Vegetation gesegnet und daher zwischen Viehzüchtern und Villenbesitzern aufgeteilt.

Einen letzten Zwischenstopp von drei Nächten legen wir in den West Lemmon Cays in Kuna Yala ein, wo wir (wie erwartet) mit Stefan / SY Sawadi, und (wider Erwarten) Wolfgang und Beate / SY Genesis ein Wiedersehen feiern. Gemeinsam mit Stefan geht es auf die Jagd nach Abendessen mit Schnorchel und Spear Gun. Stefan schießt einen Dog Snapper. David verletzt niemanden.

Skyline von Cartagena am Morgen.

Schließlich brechen wir auf, um die Reise nach Cartagena in Kolumbien anzutreten, der angeblich schönsten Stadt der Karibik. Nach zwei Nächten und beständig wechselnden Windverhältnissen laufen wir am frühen Morgen in die von Wolkenkratzern gesäumte Lagune ein und rasten uns erst einmal aus.

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