Von Trébeurden nach L'Aber Wrac'h

09/03/2009 - 09/05/2009
Gwendolyne im Schlepptau

Nachdem die täglichen Sturmwarnungen aufgehört hatten trauten wir (und andere) uns Samstag Früh endlich auszulaufen. Und hatten prompt nach kurzem Sonnenscheinsegeln Flaute, was für uns (und andere) stundenlanges, eintöniges Motoren bedeutete. Ausser für ein kleines Boot, dass wir gegen 1700 UTC sahen, wie es versuchte, gegen den Strom gegen den fast nicht vorhandenen Wind aufzukreuzen.

Es querte in einiger Entfernung vor unserem Bug unsere Kurslinie, wendete, querte unsere Kurslinie erneut näher vor unserem Bug, und da sahen wir schon die Besatzung, einen Mann und eine Frau, heftig winkend, Schals schwenkend. Also fuhren wir näher heran und ein ausgesprochen gut Englisch sprechender Franzose, Skipper der SY Gwendoline, erklärte uns, dass sein Motor defekt sei und fragte, ob wir auf dem Weg nach L'Aber Wrac'h wären. Das war der Fall, und kurze Zeit später hing sein Boot lehrbuchmäßig vertäut hinter unserem Heck, und wir setzten die (durch die zusätzliche Last verlängerte) stundenlange, eintönige Motorfahrt weiter, die dann am Ende bei der Nachtansteuerung von L'Aber Wrac'h noch ein wenig interessanter wurde, da man bis zum Hafen noch durch ein etwas über 3,5 Seemeilen langes, gewundenes, immer enger und flacher werdendes Fahrwasser finden muss.

Kurz vor der Hafeneinfahrt, wo das Wasser ruhiger als auf See und breiter als im Fahrwasser zuvor war, nahmen wir Gwendoline längsseits an unsere Backborseite, fuhren über eine weder in der Seekarte noch im Hafenhandbuch eingezeichnete Flachstelle (jetzt wissen wir, dass unser Echolot 1,2 Meter anzeigen kann, ohne dass wir feststecken), und legten an einem Schwimmsteg der Marina an.

Nachdem wir das geschleppte Boot noch mit reiner Leinenarbeit von Molimentum befreit und an einen eigenen Liegeplatz verholt hatten schafften wir es, den Skipper der Gwendoline auf einen Bergelohn von "Nichts" herunterzuhandeln, wurden dann aber doch noch mit französischen Konserven (Foie Gras, Coq au Vin) beschenkt.

Fotos aus diesem Zeitraum

Kommentare

Verhandlungssache

Chrisu

Ein 15 Kg Faß Nutella Bergelohn wäre schon aushandelbar gewesen...

09/20/2009 19:10:50